Anmerkungen zur Transkription:

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Offensichtliche Interpunktionsfehler wurden berichtigt. ImÜbrigen wurden Inkonsistenzen in der Interpunktion und Schreibweiseeinzelner Wörter belassen. Eine Liste mit sonstigen Korrekturen findenSie am Ende des Buchs.Zur besseren Übersichtlichkeit wurde dem Buch ein Inhaltsverzeichnis hinzugefügt.

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Schopenhauer

Aphorismen zur
Lebensweisheit

1913

Ernst Ohle in Düsseldorf

Druck
der Spamerschen
Buchdruckerei in Leipzig

Inhalt

 Einleitung
Kapitel I.Grundeinteilung.
Kapitel II.Von dem, was einer ist.
Kapitel III.Von dem, was einer hat.
Kapitel IV.Von dem, was einer vorstellt.
Kapitel V.Paränesen und Maximen.
A.Allgemeine.
B.Unser Verhalten gegen uns selbst betreffend.
C.Unser Verhalten gegen andere betreffend.
D.Unser Verhalten gegen den Weltlauf und das Schicksal betreffend.
Kapitel VI.Vom Unterschiede der Lebensalter.
Le bonheur n'est pas chose aisée: il esttrès difficile de le trouver en nous, et impossiblede le trouver ailleurs.
Chamfort.

Einleitung.

Ich nehme den Begriff der Lebensweisheit hier gänzlich im immanentenSinne, nämlich in dem der Kunst, das Leben möglichst angenehm undglücklich durchzuführen, die Anleitung zu welcher auch Eudämonologiegenannt werden könnte: sie wäre demnach die Anweisung zu einemglücklichen Dasein. Dieses nun wieder ließe sich allenfalls definierenals ein solches, welches, rein objektiv betrachtet, oder vielmehr (da eshier auf ein subjektives Urteil ankommt) bei kalter und reiflicherÜberlegung, dem Nichtsein entschieden vorzuziehn wäre. Aus diesemBegriffe desselben folgt, daß wir daran hingen, seiner selbst wegen,nicht aber bloß aus Furcht vor dem Tode; und hieraus wieder, daß wir esvon endloser Dauer sehn möchten. Ob nun das menschliche Leben demBegriff eines solchen Daseins entspreche, oder auch nur entsprechenkönne, ist eine Frage, welche bekanntlich meine Philosophie verneint;während die Eudämonologie die Bejahung

...

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